Thank you Canada!!

6 04 2010

Um den Blog zu einem gewissen Abschluss zu bringen, habe ich noch die fehlenden Fotos hochgeladen.
Und zwar findet ihr hier Bilder von meinem letzten Road Trip von Vanderhoof nach Tofield.
Hier und hier Bilder von Vancouver.
Endlich eine kleine Galerie von meiner Zeit bei Randy und die Schlittenfahrt-Bilder von Weihnachten.

Nun gehts weiter im neuen Blog mit Berichten, die ihr hoffentlich genauso interessiert verfolgt!
Danke werte Leserschaft!!





Writing and Reading on…

9 03 2010

ich habe mich entschieden, weiter zu bloggen.
… auf zempowleben.wordpress.com
über gedanken, was mich interessiert, bewegungen, die ich verfolge, und wie es weiter geht in meinem (kanada-ähnlichen) leben in zempow.


„We’re gonna ride forever
You can’t keep horsemen in a cage
Should the angels call it’s only then
I might pull in the reins“

Paul Gross: Ride Forever





I’m back!!

1 03 2010

Ein Entschuldigung an alle, bei denen ich mich noch nicht persönlich gemeldet habe!!

Flying with a Dog
Air Canada akzeptiert nur Gepäckstücke, die 32kg wiegen. Wenn es schwerer wird, muss es mit dem Cargo transportiert werden. Als ich von Edmonton nach Toronto geflogen bin, hat Raya mehr gewogen, aber der Mann beim Baggage Drop off war entspannt und hat einfach 70 Pounds auf den kleinen Zettel raufgeschrieben.
Heute hatte ich ein richtiges Problem. Die Frau wollte Raya gleich wiegen und war schon echt zickig drauf (fragte, ob ich die Hundebox alleine anheben kann…). Es waren 36kg und sie sagte, das geht nicht, mein Hund kann nicht mitfliegen. Sie ging aber los um mit jemandem zu sprechen. Ich war den Tränen nah, hoffte aber, dass es doch irgendwie klappt. Es kam eine andere Frau (die später auch den Security-Check durchführte), die meinte, komm schon, es sind nur 4 kg. Ich wartete, es wurde diskutiert. Schließlich kam ein Mann, der wohl das sagen hatte. Er entschied, dass es okay ist, sagte, dass er Hunde mag… Oh Gott, wie gut!!
Dann hatte ich noch fünf Stunden bis zum Abflug Zeit. Der Flughafen bot nicht viel Grün und es war auch bisschen schwierig, mit dem ganzen Gepäck (ich konnte meine Taschen noch nicht abgeben) spazieren zu gehen. Oh Mann… Ich bin schon ganz schön fertig.
Nun ist Raya in der Box irgendwo und ich hoffe, es geht ihr gut. In 10 Stunden seh ich sie wieder!

Die Flug war ganz gut, nur dass ich nicht so richtig schlafen konnte. Es war sehr windig, sodass mir die Landung sehr auf den Magen schlug. Inzwischen bin ich echt froh, dass ich nicht wie geplant am 1. März angekommen bin, sondern schon ein paar Tage früher, weil am geplanten Flugtag der Frankfurter Flughafen wegen Sturm gesperrt war!
Dann gings ins Kloster Volkenroda zu einer echt schönen Hochzeit mit meinen Freunden! Die Straßen waren eng, die Häuser zum Teil sehr alt, ich habe Burgen gesehen und die vielfältige Landschaft mehr als genossen. Dadurch, dass meine Freunde mindestens so lieb und kommunikativ sind wie die Kanadier, war der Kulturschock gar nicht so schlimm. So langsam vermisse ich nur die großen Tiere! Ich bin bei meinen Eltern, plane meinen Umzug und hab mir überlegt, den Blog weiterzuführen. :)





Niagara Falls (from a Dog’s View)

25 02 2010

Nach einem morgendlichen Spaziergang durch die Wildnis Hamiltons mit Überquerung eines Baches auf einem mit Schnee bedeckten Baumstamm, Whitetail Deers sprangen rum, Schneeklettern am Abhang und einer Kojotenfamilie, die aus ihrem Bau geschaut hat (das waren die Highlights) gings dann in Kanadas Touristenziel Nr. 1! … wenigstens ein muss ich ja mal ansteuern… :)
Eine knappe Stunde hats gedauert, dann haben wir das neue Casino und die unzähligen Hotels gesehen… man konnte sogar an der „Uferpromenade“ entlangfahren.

[Raya erzählt weiter.. ihr neuster Trick ist die Tastatur zu bedienen!]
Nach einer langweiligen Fahrt mit lauter Musik wurde ich endlich aus dem Rücksitz entlassen. Ich sprang aus dem Auto, streckte die Nase in die Luft und… es roch nach Meer.. oder so. Ich wollte sofort schwimmen gehen, folgte also dem wässrigen Geruch. Leider kam mir ein Zaun in die Quere, also rannte ich doch schnell wieder zu meinen menschlichen Gefährten, um sie zu einer schnelleren Gangart zu bewegen. Wie so oft schlug dieser Versuch fehl…
Wir mussten vom Parkplatz über eine Brücke durch ein Haus gehen um endlich näher ans Wasser zu kommen. Das Wasser war sogar in der Luft und das Rauschen wurde seltsam laut! Ich rannte also zum Gelände, sprang hoch (Anja schrie mir irgendwas zu…) oooooooooooooooooooohhh und ich bekam große Angst. Da ging es scheinbar ganz tief runter! Deswegen war das Rauschen so laut – es war gefährlich! Lebensgefährlich… Wow, lieber wieder runter von der Brüstung. OOhh, dann regnete es auch noch.. yaki und das im Winter!! Oh Gott, mir wurde richtig bewusst, wie gruselig das da alles war und ich nahm lieber Reißaus! Anja rief wieder irgendwas, aber das war mir egal. Auf Schwimmen und Nasswerden hatte ich sowieso keine Lust mehr. In sicherer Entfernung nahm ich dann also lieber ein Schneebad – oh das ist ein Vergnügen in diesem frischen Pappschnee! Später fand mich Anja auch wieder. Ich glaub, sie war ganz froh. Ich war auch wieder lockerer drauf. Hab mich sogar noch ein paarmal getraut, über das Geländer zu schauen. Seltsame Sachen gibts! :)

Rainbow, Waterfall, strange face... what else do you need?


Raya bestaunt das Naturwunder


American Falls


Niagara Faelle im Winter


So… das geht mir zu langsam. Ich bin wieder an der Tastatur!
Danach sind wir noch durch eine Mall spaziert, haben ne heiße Schokolade getrunken und Raya wurden von vielen Leuten getätschelt. Um zu warten bis es dunkel geworden ist, gings noch die Touristenstraße entlang.. Niagara Falls versucht das kanadische Las Vegas zu werden… ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie es da so aussah. War lustig, über so einen großen Rummel mit Hund zu laufen. Raya entschied dann durch den Park zurück zur „Uferpromenade“ (ich schreib das in Anführungsstrichen, weil es ja so 100 Meter in die Tiefe ging) zu gehen, um Waschbären zu jagen. Die sind natürlich erstmal die Bäume hochgeklettert! Echt lustige Tierchen!
Nachts werden die Wasserfälle angeleuchtet. Meine Kamera ist nicht so gut, in Echt sah es aber ziemlich gut aus! Jaja… ein sehr schöner Ausflug für alle Beteiligten! :D





Flight to Toronto

23 02 2010

Das Einchecken war ganz entspannt – oh Gott, ich war soo aufgeregt!! Raya hat mit Box 80,5 Pounds – 10,5 Pounds zu viel gewogen, aber er hat einfach 70 Pounds (das Maximalgewicht) raufgeschrieben. Meine beiden Taschen gingen auch so durch. Leider konnte ich nicht warten bis Raya abgeholt wurde, also schaute sie mir ein wenig verdutzt hinterher.

Dog Kennel in Airport


Bei der Security-Kontrolle wurde mir dann meine organic Peanut-Butter weggenommen! :( … hatte ich ganz vergessen, dass die noch in meinem Handgepäck war. Naja, nicht so schlimm. Nun warte ich auf mein Boarding und mein Flugzeug wurde gerade gewaschen!
Ich verstehe nun echt viel besser, was die so durchsagen. Gut, dass ich die Verbesserung bemerke. Ich denke auch immer zuerst Englisch. Wenn ich eine Weile schreibe, wird’s dann langsam wieder. Aber ich merke manchmal, dass ich einfach englische Sätze ins Deutsche übersetze. Dann passt das mit der Satzstellung nicht so richtig… ;-)
Im Flugzeug hat der Kapitän dann erklärt, dass unser Flugzeug nochmal gewaschen werden muss, um das Eis abzukriegen. Winter halt!
Hab mich schon gewundert, wie man im dichten Nebel fliegen kann… Vor der Landung kam eine Durchsage „Captian speaking“ – in Toronto schneit es wie verrückt und die Landebahn muss erst freigeräumt werden. Wir waren also in der Warteschleife. Dann wurden noch einmal die Sicherheitshinweise durchgesagt, was mir echt Angst gemacht hat! Das Flugzeug hat wirklich ziemlich geschwankt, aber irgendwie hat der Pilot es supergut gelandet.
Kelton hat im Internet nachgeschaut und wusste daher schon, dass ich eine Stunde später ankomme. Gut, dass ich in Toronto nicht nur umsteige – der Flughafen ist riesig und mit Hund wäre es unmöglich gewesen, in 1,5 Stunden umzusteigen (mit möglicher Verspätung…).
Box auseinandergebaut und Gepäck verstaut gings dann Kanadas größte Straße (2x 6-spurig) durch den Schnee nach Hamilton, die südlichste Stadt des goldenen Horseshoes.
Kelton wohnt in einem Haus mit 9 anderen Studenten, die sich alle über einen Hund im Haus freuen :) Die Uni ist gleich nebenan und ich werd gleich rübergehen und mir ein paar Research-Themen anschauen. Morgen geht’s vielleicht zu den Niagara Fällen!
PS: Raya hasst die Stadt!!





Rough Times are behind you now!

23 02 2010

Die letzten beiden Tage bei Randy war ich dann manchmal ganz schön traurig. Ich ritt noch einmal den Paintwallach, den Randy inzwischen echt gut hingekriegt hat. Er hat durch seinen Körperbau Probleme, den Kopf runterzunehmen, aber nun hat er mehr Muskeln aufgebaut und ich konnte bei jedem Schritt seine Hinterbeine spüren. Meine drei kleinen Pferdchen haben auch etwas gelernt. Happy läuft nun schöne Zirkel in allen Gangarten collected, dreht und stoppt. Gomer ist ein richtig kleiner Schatz – will immer gefallen und gibt sich total Mühe, alles richtig zu machen! Hoffentlich wird er von jemand Liebes gekauft! Annie hat bald eine neue Besitzerin und läuft auch toll. :)
Mit Gomer und Annie bin ich am letzen Tag ausgeritten, Happy hatte frei. Zum Abschluss wollte ich noch auf einem fertig ausgebildeten Pferd sitzen. Ich durfte Mr. Leo Express reiten, Randys Hengst. Oh mein Gott, das war Wahnsinn! Das Pferd läuft dahin, wo ich hinschaue, wenn ich mich nach vorn lehne, läuft er schneller, er macht sich rund, wenn man die Beine anlegt. Beim Spin legt man anfangs ein Bein ran und los geht’s! So schnell, dass mir schwindelig wurde! Stoppen am losen Zügel und Rollback so leicht und schnell, dass ich fast runtergefallen bin ;-) . Unglaublich!! Ein echt schöner Abschluss.
Nach dem Sachen packen sind wir chinesisch essen gefahren Auf meinem Glückskeks stand „Rough Times are behind you now!“ (die harten Zeiten liegen nun hinter dir). Aha… auf geht’s.
Meine Rückfahrt nach Edmonton war anstrengend aber viel schöner als die Hinfahrt, denn als ich die Berge erreichte, kam die Sonne raus!!

Raya vor einer hübschen kleinen Kirche - ... es geht weiter! Blicke mit Hoffnung in die Zukunft!

Schafe im Jasper Nationalpark

Abschied von West-Kanada





Vancouver – Second Day

23 02 2010

Morgens hatte Laurent the grandiose Idee, Fahrräder auszuleihen (lustig, jetzt komme ich mit den z/y und äöü auf der deutschen Tastatur durcheinander!).
Beim Fahrradverleih gabs auch Rollerblades – also inline-skateten wir in einer Stunde um den Stanley-Park. Das war ein ziemlich gutes Workout, denn Laurent war in dieser Disziplin trainierter als ich. :)
Ich mag große Städte, bei denen man gleich um die Ecke Natur findet. Der Stanley-Park ist ¾ umgeben von Wasser! Auf der einen Seite gab es sattes Grün, das fast wie im Regenwald aussah, auf der anderen Seite steinigen und sandigen Strand.

Native Art

Zurück im Appartment chillten wir ne Runde und hatten dann noch vier Stunden Zeit. Ich wollte noch ein wenig die Stadt erkunden. Also machte ich mich auf den Weg zur Waterfront. Möwen flogen rum, ich fotografierte Leute und wurde oft angesprochen, was das für eine Flagge sei. Das ist echt besonders an den Kanadiern – sie sprechen einen einfach an und man redet über allerlei Dinge. So wanderte ich also durch die Stadt und hatte recht nette Conversations. Am besten gefielen mir die kleinen alten Häuschen neben den Skyscrapers. Downtown war bevölkert von Olympics-Touristen. Es gab viele Straßenkünstler zu bestaunen und überall sah man das MapleLeaf-Symbol der kanadischen Flagge.

Ich versuchte mich ein wenig in Shopping, but I failed. Ich hab einfach keine Lust irgendwas zu kaufen und hatte keine guten Ideen für was Sinnvolles. Nur Allison, Randys Nachbarin, hab ich ein Gitarrenstimmgerät gekauft. Sie hat am gleichen Tag wie ich Geburtstag und ist sieben Jahre jünger! Wow! Dieses Jahr ist einer ihrer Percherons an ihrem Geburtstag gestorben und sie haben nicht gefeiert. Nun hat sie gerade begonnen, Gitarre zu spielen, die ganz schief klang… also ein gutes Geschenk!! :)
Nach all dem Trubel und dem endlosen Laufen fand ich eine kleine hübsche Kirche, in der ich noch fünf Minuten zur Ruhe kam bevor wir uns gegen vier an der Sky-Train-Station trafen und zurück zu Shezads Eltern fuhren. Am nächsten Tag gings zurück nach Prince George.

Am Abend gab Shezad eine Yoga-Stunde, an der ich teilnahm. War echt schön und ich hab gemerkt, wie verspannt ich durch das Reiten bin – nur meine Hüfte war locker. Nach dem Kauf einer zusätzlichen Reisetasche gings heim zu Randy, der mich schon sehr vermisst hat!





Vancouver!!!!

16 02 2010

Gestern hatten wir eine schoene Fahrt von Prince George nach Mission, den Fraser River entlang. Immer weniger Schnee und mehr gruen war zu sehen. Zwischendurch sogar sehr trockenes Gefilde mit Erosion und so…

Ich hatte dolle Bauchschmerzen und wir mussten oft Anhalten…

Wir haben in Mission geschlafen bei Shazad’s Eltern in einem Recreational Vehicle (Mobile Home) und dort sahen die Haeuser alle wie in The Sims aus!! -> Greetinx to sister.

Dann hat uns heute morgen eine Nachbarin mit nach Vancouver genommen. Nun sitze ich in einer Wohnung mit fast 360 Grad View auf Vancouver.

Just between the Saxony and the Swiss House!! It’s amazing!! Unbelievable!!! Heute Abend gehe ich bestimmt auf ein Konzert, die alle frei sind – mal sehen ob ich wo reinkomme. Alexis on Fire plays!! Jetzt gehen wir in eins der Hauser und schauen uns was von den Spielen an. Im Swisshouse wirds bestimmt voll sein, weil die Schweiz gegen die USA spielt. Lustig so mittendrin und doch obendrueber zu sein!!

3pm.
Zum Mittag gabs leckeres Sushi, welches wir im Stanley Park verspiesen haben.

Gleich durch den Tunnel kamen wir zum Saxony House… :) Ich hab mich so gefreut!!! Haette nicht gedacht, dass mich sowas kleines so gluecklich machen kann. Alle haben englisch geredet, nur manchmal kam ein saechsisches Woertchen raus… Bier und Buttermilchgetzen waren zu teuer, aber eine kleine Flagge wollte ich haben! So kam ich ins Gespraech mit einer Frau, hab nach Herrn Duske gefragt, aber der war gerade unterwegs. Ich hab gesagt, sie soll ihn mal von Feierabends gruessen. ;-)

Dann fuehrte uns unser Spaziergang mit Faehnchen weiter zum Feuer, wo sich mehr Touristen versammelten.

Ist echt schoen hier, wir haben umsonst Kaffee bekommen, vorm Bus stellen sich die Leute an und alle sind so entspannt! Die Sonne scheint, die Wolken geben nun die angrenzenden Berge frei und ich geniesse meine Zeit mit drei Jungs (einer ist Schweizer) und einem Maedel – mit ihr gehe ich heute Abend zum Alexis on Fire Konzert. In zwei Stunden muessen wir schon los um uns anzustellen – 4 1/2 Stunden bevor es losgeht. Im Moment laeuft auf den anderen Mac eine Americas Next Topmodel fuer Dragqueens!! Echt lustig.

next morning 8.30am
von der sonne aufgeweckt liege ich noch ein bisschen faul im bett rum… die moewen schreien und ich geniesse den tagesbeginn.
gestern abend hab ich viele nette kanadier und australier kennen gelernt. wir waren beim konzert, wo als vorband eine punkband aus quebec gespielt hat… echt schoen. dann hat alexis on fire angefangen, doch wir waren zu wild fuer die sicherheitsvorkehrungen und die vorderste barrikade wurde zerstört. das konzert wurde abgebrochen und die kanadier sind so nett, dass sie auch einfach hoeren und nach hause gehen. wir sind noch in ein pub gegangen und haben schoen gequatscht. gegen eins bin ich nach hause gelaufen. das war fast so schoen wie nachts in berlin fahrrad zu fahren. vancouver ist schon echt ne tolle stadt! vorm zubettgehen hab ich mir nochmal die ringe angeschaut und das bunte sachsenhaus. :)





Time and snow are melting

14 02 2010

Die letzten Tage fliegen dahin. Der Schnee schmilzt und die Sonne scheint. Nur noch sieben sind es heute bis zu meiner Abfahrt Richtung Edmonton am 21. Februar. Trotz der wenigen Zeit nehme ich die Chance wahr fuer 3 ½ Tage nach Vancouver zu fahren. Ein Freund von Randy hat mich gefragt, ob ich nicht mitfahren will – die Olympischen Spiele fuer 24 Stunden. Ich weiss noch nicht so richtig, ob ich dafuer oder dagegen bin, aber wir fahren durch die Rockies, ich bin in der nach Berichten tollsten Stadt Kanadas und sehe vielleicht sogar das Meer!

Dann bin ich Donnerstagnachmittag zurueck und hab noch zwei Tage zum Reiten und meine Zeit hier geniessen. Dann gehts am Sonntagmorgen auf nach Tofield (bei Edmonton), am Montagmorgen zum Flughafen. Drei Tage bleibe ich bei Kelton, Kellys Sohn, in Hamilton zwischen Toronto, University of Toronto und den Niagara-Faellen.
Am Donnerstag (25.) fliege ich abends in Toronto los und komme Freitagmittag in Frankfurt an. Soweit die Planung! Nach einer bestimmten wunderschoenen Hochzeit von Freunden bleibe ich dann noch eine Woche im schoenen Sachsenland und dann gehts am 7. Maerz Richtung Norden, denn am 8. fange ich in Zempow an zu arbeiten.

Ansonsten reite ich jeden Tag, geniesse die kleinen Arbeiten drumherum (Fuettern, Pferde zur Halle bringen, Satteln), hatte einen irre-genialen Ausritt mit Randy – jeder hatte ein Handpferd und nach der Haelfte der Strecke haben wir umgesattelt. Am Freitag waren wir in einer leeren Bar und ich hab mit Randy 2Step getanzt, was richtig Spass gemacht hat.
Dann waren wir gestern bei einem Penning, was hier ein richtiger Sport ist: ueber 80 Teams haben versucht so schnell wie moeglich drei einijaehrige Kaelber mit der aufgerufenen Nummer in einen Pen zu treiben. Hoffentlich kann ich bei sowas dann auch mal in Dtl. mitmachen.
Raya ist laeufig und wird hoffentlich nicht gedeckt – sie muss tagsueber im Zwinger sein, wenn ich nicht da bin.

Heute ist Faulenzer-Sonntag und ich hab mall alle kleinen Videos, die ich gemacht habe, in einen Ordner kopiert. Ist echt cool! Freu mich schon, euch die besten Fotos zu zeigen! :)





Up’s and Down’s

8 02 2010

Ich kann abends nicht einschlafen (ich lag drei Stunden wach!), weil ich so viele Gedanken habe übers wieder nach Deutschland kommen, was mir fehlen wird, was ich alles erlebt, gelernt, gesehen habe. Eben hab ich Fotos angeschaut und Sigur Ros gehört und bin sehr melancholisch geworden. Ach ja… Es ist einfach zu schön hier. Ich denke oft, ich habs nicht verdient. Dann ist es wieder als wäre ich dafür geboren und hatte nur nicht früh genug die Chance das alles zu machen. Mehrere Pferde trainieren ist schon auch anstrengend und nicht nur Spaß. Aber so erfüllend!!

Heute ging es mit meiner Stimmung auf und ab. Erst füttere ich den Pferden in den kleinen Paddocks Heu, bringe die Pferde neben dem Reitplatz zum Wassertrog und schleppe Wassereimer über die Straße zu den drei Hengsten, dann miste ich die Boxen der beiden kranken Pferde aus (der kleine Roan-Hengst hat Husten und die Smoky-Buckskin-Stute ist eines Nachts aus ihrem Pen gesprungen und konnte nicht mehr laufen).
Randy geht dann meisten schon mit den ersten Pferden zur Reithalle und fängt an zu trainieren. Ich komm dann nach, bring die beiden Duns (Falben) und Okie, den Paintwallach oder die im Sommer Dreijährigen, die ich täglich reite.
Heute bin ich als erstes einen großen Dun-Paintwallach geritten, für den morgen jemand kommt, der ihn vielleicht kaufen will. Er war noch nie in der Reithalle und dementsprechend aufgeregt. Randy wollte mit seinem Pferd ein bisschen raus reiten, also haben wir einen kleinen Ausritt gemacht. Da der Morgennebel noch um uns schwebte, hatten wir danach super kalte Füße und sind ins Haus (naja, in den Trailer, Haus kann mans nicht nennen) gegangen um uns aufzuwärmen. Dann kamen drei befreundete Frauen. Danach hab ich Okie ausgebunden longiert. Seine Besitzerin hat ihn aus schlechter Haltung gerettet und er ist nun ihr Baby… ganz schrecklich, was das aus Pferden macht. Manchmal rastet er aus und rennt gegen die Wand oder über einen. Er ist gut gelaufen, aber diese Verhätschelung hat mich schon mal ganz schön runtergezogen. Dann bereite ich meistens das nächste Pferd für Randy vor. Das eben gerittene hab ich dann trocken geritten, sodass ich gar nicht selber zum Reiten kam. Dann hab ich Gomer geritten, den jungen Perlinowallach, der immer besser wird. Gestern hab ich ihn ausgebunden laufen lassen und nun ist er viel lockerer und läuft so schön rund, reagiert super auf Beine und läuft runde Zirkel. Leider hält er nicht an, wenn ich die Beine nach vorn strecke. Ich hab immer vergessen Whoa zu sagen und stoppe mit Zügelhilfe. Mh, diese Trainingseinheit war dann ziemlich hart… für uns beide! Mal sehen wies morgen klappt, aber heute war es ziemlich schlecht. Ich war so unzufrieden und traurig über meine Unfähigkeit! Ich kam ins Haus und fand mein frisch gebackenes Brot nicht mehr. Jemand musste es weggeraumt haben. Ich suchte ueberall, konnte es aber nirgendwo sehen. So langsam musste ich akzeptieren, dass einer der Hunde es auch lecker fand und es gestohlen hat… Mensch, es war ein so perfektes kleines deutsches Brot! Die rauskommende Sonne konnte mich nicht mehr aufheitern! Wir haben eine kleine Mittagspause gemacht und sind danach ausgeritten. Die Falbenstute ist so extrem schreckhaft, dass ich echt genervt war. Wir härten sie bei jedem Reiten ab, indem wir mit unseren Armen rumwedeln und winken, aber sie muss einfach jedes Mal zusammenzucken. Wenn sie merkt, dass es nicht schlimm ist, wird es besser, aber schon nach zehn Minuten Pause, erschrickt sie sich wieder. Inzwischen springt sie immerhin nicht mehr weg, sondern zuckt nur zusammen… Die Hunde sind lustig durch den Schnee gesprungen, weil sie nicht so richtig vorwärts kommen im tiefen Schnee und ich hab ein bisschen meinen Schatten angeschaut und mich entspannt. Danach wieder kurze Aufwärmpause, zwischendurch auch immer mal wieder trockene Pferde wegbringen. Dann kam der beste Part des Tages: Ich habe mit Happy Lila (wie ich sie nenne, weil ich ihr Zöpfe gemacht habe und sie lila Gummis hatte :) ) gearbeitet. Weil mich in den letzten Tagen so über ihren Kopf geärgert habe, wurde sie heute das erste Mal locker ausgebunden longiert. Wow, als ich auf ihr saß, hatte ich das Gefühl auf einem anderen Pferd zu sitzen, denn sie hat dadurch gelernt nachzugeben. Sie ließ sich leichter lenken, nahm den Kopf runter und lief einfach richtig gut. Ja, durch dieses kleine Erfolgserlebnis ging es mir wirklich besser. Dann mussten wieder Aufgaben erledigt werden. Randy war schon ziemlich weit und ich hab nur die Abschwitzdecken zum Schuppen gebracht und gefüttert.

Mh… ich weiß nicht, was ich denken soll. Nur zwei Wochen sind übrig von meiner Kanada-Zeit. Ich freu mich schon auf mein „neues Leben“. Mit Geld verdienen, einer ganz eigenen Bleibe, einen kleinem Dörfchen, dann hoffentlich einem eigenen Pferd, einem Auto (oder Truck ;-) ), einem Hütehund. Aber es ist auch hart, alles hinter mir zu lassen, dieses relaxte Leben hier bei Randy, nur Pferde trainieren den ganzen Tag. Meine kleine Therapie. Dann träume ich aber auch wieder von einem eigenen Leben… Ach ja, es ist nicht leicht. Aber trotzdem schön! :)








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